Dänemark ist gar nicht so vegan unfreundlich…

Jetzt komme ich endlich mal dazu, wieder einen richtigen Artikel zu schreiben. Ich war letzte Woche seit 8 Jahren das erste Mal wieder richtig im Urlaub und zwar in Dänemark. Mein Freund und ich hatten ein hübsches Ferienhaus quasi direkt am Meer, wenn man sehr langsam ging, war man in 5 Minuten am Meer.

Im Vorfeld habe ich mich informiert, wie es in Dänemark so mit veganem Essen und so weiter aussieht, ob es vegane Restaurants gibt und ob man auch vegane Produkte im Supermarkt gibt. Ich habe schon einiges gelesen, dass Dänemark sogar  Vegetarier-unfreundlich ist, was gar nicht so falsch ist, denn in Dänemark wird viel Fleisch und Fisch gegessen, auf den Sepisekarten die wir uns draussen vor den Restaurants angeguckt haben, gab es nicht mal wirklich eine vegetarische Option. Ein paar Restaurants habe ich dann aber tatsächlich gefunden, jedoch auf der anderen Seite von Dänemark, nämlich in Århus und Kopenhagen, sowie diverse Cafes und Health Stores in den anderen größeren Städten. Kopenhagen hat eine recht große Auswahl an veganen Restaurants und Cafes, allerdings wäre das von unserem Urlaubsort die gleiche Entfernung gewesen, wie wenn wir zurück nach Hamburg gefahren wären. Wir haben deshalb einfach einen Ausflug zum Nationalpark Mols Bjerge gemacht, genauer gesagt nach Rønde und haben uns da die Schloßruine Kalø angeguckt.

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Ausserdem gab es da eine Horde Kühe die sich dort frei bewegen durften und anscheinend tatsächlich überall rumlaufen dürfen (auch oben bei der Burg gab es zahlreiche Kuhfladen). Wahrscheinlich werden die Kühe da gehalten, um das Gras kurz zuhalten, es waren auf jeden Fall keine Milchkühe. Man konnte sogar mit ihnen kuscheln.

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In Rønde haben wir ein kurzen Stop gemacht, um uns was zu trinken zu holen und haben da den Supermarkt nach veganen Möglichkeiten abgesucht. Erstaunlicherweise gab es da verschiedene Pflanzenmilchsorten, Süssigkeiten und: RAW BARS! 6 Stück für 110Kronen, da kostet also der Riegel so um die 2 Euro (ungefähr). Dafür, dass Dänemark ja recht teuer ist, geht das vom Preis her eigentlich. Danach gings weiter nach Århus um was zu essen. Wir haben vorher bei Happy Cow nachgeguckt, was es dort für Möglichkeiten gibt, und haben uns für die Råbar entschieden. Die Råbar ist ein rein rohveganes Restaurant, das doch recht versteckt ist, wir wären beinahe daran vorbeigelaufen. Das kleine Restaurant ist nämlich versteckt in einer kleinen Konzerthalle. Man muss erst um diese Konzerthalle herumgehen, um die Råbar zu finden. Es gibt hier einiges leckeres zu futtern und wir haben uns für den RawBurger entschieden. Der Burger kam mit viel frischem Salat, Gemüsechips und Cashewmayo. Das Essen war so reichhaltig, das wir nicht mal alles aufessen konnten. Gekostet hat uns das ganze umgerechnet ca. 35 Euro, dafür, dass aber auch alles Bio und Roh ist, ist der Preis eigentlich ganz in Ordnung. Einziges Manko sind vielleicht die Schafsfelle, die über jedem Stuhl liegen, die kann man allerdings auch einfach zur Seite legen.

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Auch sonst hatten wir keine Probleme, in Dänemark einiges an veganen Lebensmitteln zu bekommen, es gab in jedem Supermarkt in dem wir waren vegane Sachen, viele sogar mit dem Vegan-Logo drauf. Es gab beispielsweise vegane Mayo, vegane Schokocreme, diverse Süssigkeiten, erfreulicherweise (und auch seltsamerweise) Rapunzelaufstriche und sogar veganes Eis haben wir gefunden. Ausserdem gab es sogar Lakritz, welches ohne Gelatine und Bienenwachs auskommt! Es gab diverse Pflanzenmilchsorten und Sojacuisine, auch Tofu gab es, jedoch recht teuer und aus dem Glas.

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Ansonsten war Dänemark einfach toll. Wir hatten ausnahmslos jeden Tag gutes Wetter, blauen Himmel, tolle Sonnenuntergänge, konnten Drachen steigen lassen weil es so windig war und nachts konnten wir neben der Milchstraße sogar ein wenig vom Polarlicht sehen.

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Glücklicherweise hatten wir uns ein Ferienhaus gebucht und konnten somit jeden Tag selber kochen, das erspart einem schon sehr viel Stress und Unannehmlichkeiten. Ich kann euch also nur empfehlen, ein Ferienhaus zu buchen, wenn ihr einen Urlaub in Dänemark machen wollt. Es lohnt sich auf jeden Fall.

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4 Kommentare zu „Dänemark ist gar nicht so vegan unfreundlich…

  1. Ich lebe nun schon seit 2 Monaten in Dänemark, genauer in Odense. Es gibt hier zum Glück ein tolles Reformhaus, in dem ich sehr oft einkaufe, aber leider gibt es hier kein einziges veganes Restaurant. Ich kann hier höchstens einen Salat bestellen. Aber wir Österreicher und Deutsche sind eben schon sehr verwöhnt, was das vegane Angebot betrifft! 🙂

  2. Wie schöön. Ich war bis 2010 sieben Jahre hintereinander mindestens einmal pro Jahr in einem skandinavischen Land, am meisten in Dänemark. Zu der Zeit habe ich allerdings noch nicht vegan gelebt. Nun war ich seit Ende 2010 nicht mehr richtig im Urlaub, was mit sehr fehlt und ich habe mich schon oft gefragt, wie es für mich als Veganerin nun in Dänemark und Co. sein würde. Von einigen schwedischen Blogs weiß ich, dass zumindest ein größeres veganes Angebot gibt als man sich zunächst einmal vorstellt. Es gibt auch vegane Onlineshops und auch immer mehr Tierrechtsinitiativen, aber in Deutschland können wir uns wohl echt glücklich mit der momentanen Entwicklung schätzen.
    Jetzt mag ich am liebsten auch ans Meer fahren und wieder eine Hütte mieten *träum*

    1. ja, ich hab auch erst bedenken gehabt, aber wir haben ziemlich viel essen aus deutschland mitgenommen und ich war dann echt überrascht, wieviel vegane sachen es da in den supermärkten tatsächlich gibt, und das auch noch in eigentlich jedem supermarkt, in dem wir waren.

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